ADHS Diagnostik für Erwachsene
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist nicht nur eine Kinder- und Jugendstörung, sondern betrifft auch viele Erwachsene. Oft wird sie in der Kindheit nicht erkannt, insbesondere wenn keine offensichtliche Hyperaktivität vorliegt. Erwachsene mit ADHS berichten häufig von Konzentrationsproblemen, innerer Unruhe und Schwierigkeiten im Alltag, ohne die Ursache dafür genau benennen zu können.
Inhalt und Ablauf der ADHS-Diagnostik
1. Anamnese
In einem ausführlichen Gespräch werden Ihre Lebensgeschichte, Ihre aktuelle Lebenssituation, bestehende Symptome sowie weitere relevante Problembereiche erfasst.
2. Informationen von Bezugspersonen
Da es häufig schwierig ist, sich detailliert an das eigene Verhalten und Erleben in der Kindheit zu erinnern, können zusätzliche Informationen hilfreich sein. Dies kann beispielsweise durch ein Telefonat mit den Eltern oder durch das Einsehen alter Schulzeugnisse erfolgen. Selbstverständlich entscheiden Sie selbst, ob und welche Bezugspersonen in die Diagnostik einbezogen werden.
3. Klinisches Interview
Zur systematischen Erfassung der aktuellen Symptomatik und zur Überprüfung der offiziellen Diagnosekriterien wird ein umfassendes klinisches Interview durchgeführt.
4. ADHS-spezifische Verfahren
Zum Einsatz kommen auch verschiedene ADHS-spezifische diagnostische Verfahren, unter anderem Fragebögen zur Selbsteinschätzung.
5. Differentialdiagnostik
Da ähnliche Beschwerden auch im Rahmen anderer psychischer Erkrankungen auftreten können, werden im diagnostischen Prozess auch andere mögliche Ursachen und Einflussfaktoren berücksichtigt. Dazu zählen beispielsweise Depressionen, Angststörungen oder Suchterkrankungen.
Dauer und Kosten der ADHS-Diagnostik
Eine umfassende ADHS-Diagnostik umfasst in der Regel vier bis fünf Stunden, die auf mehrere Termine verteilt werden.
Die Kosten für die gesamte Diagnostik inklusive aller erforderlichen Termine, Befunderstellung und Befundbesprechung betragen 600 €.
Diagnostik biete ich als Privatleistung an. Dadurch kann ich mir ausreichend Zeit für Sie nehmen und Ihnen auch zeitnah einen Termin anbieten. Wenn Sie über eine Privatversicherung verfügen, können Sie sich gerne bei Ihrer Versicherung erkundigen, ob die Kosten für eine klinisch-psychologische Diagnostik übernommen werden.
